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Äthiopien: OCFCU (ET1)

Äthiopischer Kleinbauer mit vollem Erntekorb pflückt lächelnd rote Kaffeefrüchte vom Strauch

Kurzporträt

Handelspartner: OCFCU (ET1)
Ort: Oromia,  Äthiopien
Organisationsform: Kooperative
Anzahl Kleinbauern: ca. 400.000
Faire Produkte: Bio-Kaffee

Über OCFCU

Die Geschichte des Kaffees begann in der äthiopischen Region Oromia. Dort entdeckte die indigene Bevölkerungsgruppe Oromo bereits im 5. Jahrhundert das Rösten der Kaffeekirschen für den anschließenden Aufguss zu einem genussvollen Getränk. Seither hat der äthiopische Kaffee nicht nur in der traditionellen Kaffeezeremonie eine besondere Bedeutung, sondern wird auch von Genießern weltweit geschätzt.

In der Region Oromia wird heute über 65% der gesamten Kaffeeproduktion in Äthiopien angebaut. Viele Kleinbauernfamilien in der ärmlichen Region lebten hauptsächlich vom Verkauf der Früchte des Kaffeestrauchs. Sinkende Marktpreise hatten besonders harte Auswirkungen für unorganisierte Kleinbauern.

Um über ein stabiles Einkommen zu verfügen und somit ihren Lebensunterhalt zu sichern, schlossen sich die Kleinbauern in Oromia zu Kooperativen zusammen. Im Jahr 1999 bündelten diese ihre Kräfte und gründeten mit der Hilfe von Oxfam einen eigenen Dachverband, um sich gemeinsam zertifizieren zu lassen und den Kaffee besser vermarkten zu können. Fortan wurde der qualitativ hochwertige, biologische Kaffee zu fairen Preisen direkt durch die Oromia Coffee Farmers Cooperative Union (OCFCU) exportiert. Durch Investitionen in Verarbeitungsanlagen konnte die Wertschöpfung in der Region beträchtlich gesteigert werden.

Der Zusammenschluss hat zu erhöhten Verkaufszahlen und zu höherem Einkommen für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern geführt. OCFCU ist demokratisch organisiert und hat sich den Prinzipien der International Cooperative Alliance und des Fairen Handels verpflichtet.
Äthiopischer Kleinbauer steht lächelnd mit den Händen am Kaffeestrauch
Äthiopische Kleinbäuerin mit Erntekorb pflückt rote Kaffeefrüchte vom Strauch

Vorfinanzierungen und Zukunftsperspektiven

Die OCFCU hat einen exzellenten Ruf, wenn es darum geht, ihre Mitglieder und Gemeinschaften zu unterstützen. Besonders gewürdigt wird ihr Bemühen, Frauen innerhalb der Organisation in Führungspositionen zu etablieren.

Außerdem schafft OCFCU Arbeitsplätze in der Region und fördert die Aus- und Weiterbildung der Kleinbauern im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft. Aus einem Fonds der OCFCU werden die Mitglieder finanziell unterstützt. Weiterhin unterhält die Organisation eine eigene Bank, die Mitgliedern günstige Kredite vergibt, die für die wichtige Vor-Ernte-Finanzierung und die Versicherung gegen Verluste bei der Kaffee-Ernte entscheidend sind.

Äthiopischer Kleinbauer zwischen Kaffeesträuchern hält mit einer Hand einen Korb voll roter Kaffeefrüchte
Lächelnde äthiopische Frauen und Kinder vor einer Strohhütte

Schulen und Gesundheitszentren für die Region

Die Fair Trade-Prämie investiert OCFCU in zahlreiche soziale Projekte. So konnte der Aufbau von 30 Schulen und die Entwicklung und der Betrieb von vier Gesundheitszentren in der Region finanziert werden.

OCFCU hat mehr als 50 Trinkwasserstellen eingerichtet und treibt somit auch die umfassende Versorgung mit sauberem Trinkwasser voran. In der Trockenperiode gibt es ein Sparsystem zum gemeinsamen Nahrungsmittelkauf. Die Organisation leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität für die Menschen in Oromia.

Gruppe lächelnder äthiopischer Schulkinder im Klassenzimmer
Äthiopische Schulkinder spielen lächelnd draußen vor ihrer Schule

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