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Türkei: IŞIK Tarim (TR1)

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Kurzporträt

Handelspartner: IŞIK Tarim (TR1)
Ort: Kemalpaşa, Türkei
Organisationsform: Sozialunternehmen
Anzahl Produzierende: >3500
Letzter Besuch vor Ort durch WeltPartner: 2017
Faire Produkte: Nüsse, Trockenfrüchte

Über IŞIK Tarim

IŞIK Tarim gilt als Vorzeigebeispiel und Pionier des biologischen und fairen Handels. 1974 gegründet, ist es das erste Unternehmen der Türkei, das biologisch angebaute Trockenfrüchte und Nüsse exportiert – und das erfolgreich in die ganze Welt. Heute bezieht IŞIK Tarim hochwertige Ernteerzeugnisse von rund 3.500 Kleinbauern, die in 150 Dorfgemeinschaften im sogenannten „Happy Village Projekt“ in traditioneller Nachbarschaftshilfe zusammenarbeiten.

Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden von ausgesuchten Kleinbauern produziert, die die strenge Naturland Fair-Zertifizierung durchlaufen haben. Von den intensiven Schulungen zum Thema Bio-Anbau und fairem Handel profitieren aber nicht nur die Bauern selbst, sondern auch die rund 900 Festangestellten, zum Großteil Frauen, die in den Verarbeitungsanlagen arbeiten. Die Direktabnahme der fair gehandelten Bio-Lebensmittel durch WeltPartner leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der traditionellen, kleinbäuerlichen Strukturen in der Türkei und gewährt ein existenzsicherndes Einkommen, welches die ländliche Entwicklung und Verhinderung der Landflucht fördert.
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Der Faire Handel schafft realistische Perspektiven für Kleinbauernfamilien: Durch IŞIK Tarim sind faire Erzeugerpreise, eine verlässliche Direktabnahme und die komplette Wertschöpfung in der Türkei gesichert. Die arbeitsintensive Handarbeit des Bio-Anbaus wirkt klima- und umweltschonend und die nachhaltige Landwirtschaft bietet eine Alternative zu industrialisierten Großbetrieben, die vom Staat unterstützt werden.
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Knackige Haselnüsse von der türkischen Schwarzmeerküste

Die Haselnüsse von IŞIK Tarim stammen von drei bäuerlichen Kleinbetrieben in der Nähe von Akcakoca an der Schwarzmeerküste. Die drei Familien von Ali Fikri Albayrak, seinem Bruder Behcet und von Nachbar Sakir Kücüksahin freuen sich sehr über die Zusammenarbeit mit der Fairhandelsgenossenschaft WeltPartner, die feste Abnahmegarantien und faire Preise sichert.

Die Erntemengen von etwa 1,5 Tonnen Haselnüssen pro Hektar sind verhältnismäßig gering und die steilen Hanglagen machen die Arbeit noch anstrengender.

Dank des fairen Handels wird die harte Arbeit aber durch einen deutlich über dem Durchschnitt liegenden Preis belohnt und stellt sicher, dass die bis zu 80 Jahre alten Haselnussstöcke bester Bio-Qualität jährlich im August und September von Hand geerntet werden.

Damit die Haselnüsse aber zum richtigen Zeitpunkt schnell eigebracht werden können, sind die Familien auf Erntehelfer angewiesen. Diese werden von den Kleinbauernfamilien hoch geschätzt, man kennt sich seit vielen Jahren und vertraut sich entsprechend. Oft bringen die Erntehelfer ihre Familien mit und die Bauern stellen ihnen nicht nur feste Unterkünfte, Grundnahrungsmittel und eigene Infrastrukturen zur Verfügung, sondern unterstützen sie auch bei der Kinderbetreuung, Schulausbildung und der medizinischen Versorgung.
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IŞIK Tarim stellt den Bauern kostenlos eigens produzierten Bio-Kompost zur Verfügung, der zusammen mit Mulch zwischen den Sträuchern ausgebracht wird, um die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu verbessern. Der Unterbewuchs wird ausschließlich manuell entfernt und dient zum Mulchen oder als Viehfutter.
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Das "Happy Village Project"

Das Happy Village Projekt ist eine Initiative von IŞIK Tarim, den biologischen Anbau als ein Komplettpaket zu gestalten, das Mensch und Natur auf allen Ebenen mit einbezieht und die Landwirtschaft als Teil des Ökosystems betrachtet.

Dafür verwandelt IŞIK Tarim das seit Generationen im Besitz der Bauern befindliche Land in Happy Villages. Diese Dörfer bestehen aus Bauern, die sich für den biologischen Anbau entschieden haben und können dabei auf umfangreiche Hilfe von IŞIK Tarim setzen.  

Das Happy Village Projekt zählt aktuell über 3000 Bauernfamilien, die in 150 Dörfern verteilt 11.000 Hektar bewirtschaften, wobei die Durchschnittsfläche pro Bauer in der Türkei 6 Hektar beträgt. Daher konzentriert sich diese Initiative auf Dörfer und Gruppen von Bauern und nicht auf einzelne Produzenten.  Durch internationale finanzielle Unterstützung kann IŞIK Tarim seine Tätigkeiten und die Präsenz der Happy Villages ausweiten und immer mehr Bauern ausbilden.
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Teil des Projekts ist die Schulung und Ausbildung der Bauern. Ein Saatgut-Management-System bietet ihnen Trainings bezüglich Anbau- und Erntetechniken, die die Qualität des Rohmaterials steigern. Dabei werden die Bauern das ganze Jahr über von Agronomen begleitet, die ihnen helfen ihr Kapital, nämlich das Land auf dem sie produzieren, am besten zu nutzen. Daneben sind die Agronomen für die regelmäßigen und unangekündigten Kontrollen zuständig und unterstützen die Bauern bei der stetigen Verbesserung ihrer Arbeitsweisen.

Externe Labore untersuchen Blätter, Erde und Früchte und garantieren eine unabhängige Analyse, die für die Zertifizierung unabdinglich ist. Der biologische und naturnahe Anbau beginnt beim Saatgut und geht weit über die Ernte hinaus.  Es wird ein jährliches Kompostierungsprogramm durchgeführt, welches darin besteht, durch detaillierte Analysen den Kompostierungsprozess zu optimieren und die Wiederverwertung tierischer und pflanzlicher Reste zu verbessern.
Daneben ist das Projekt auch darauf ausgelegt, die sozio-ökonomischen Strukturen der Dörfer zu verbessern. So werden die Bedürfnisse der Kinder in den Schulen gedeckt, die Infrastrukturen der ProduzentInnen verbessert und Wassertanks zur Verfügung gestellt, die während Trockenphasen in den verschiedenen Regionen die Wasserversorgung sichern.
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Gleiche Rechte für alle

Gleichberechtigung, Wertschätzung und Respekt gegenüber den jeweiligen Sichtweisen und Überzeugungen von Angestellten, Kunden und Geschäftspartnern sind Grundprinzipien bei  IŞIK Tarim. 

Auch die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen wird gewährleistet: Frauen können genauso befördert werden, sich untereinander organisieren und als Arbeiterrepräsentantinnen gewählt werden. Wünsche und Änderungsvorschläge können jederzeit eingereicht werden, denn das Unternehmen pflegt eine offene, auf Augenhöhe stattfindende Beziehung zu seinen MitarbeiterInnen. Außerdem bekommen Frauen medizinische Unterstützung mit Erste Hilfe Kursen u.v.m.
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