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Indien: Sabala

Lächelnde Gruppe indischer Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker in der Werkstatt und halten Plakate mit der Aufschrift ''Agent for Change''

Kurzporträt

Handelspartner: Sabala (IN7)
Ort: Bijapur, Indien
Organisationsform: NGO
Faire Produkte: Bio-Schals, Recycling-Taschen, Körbe

Über Sabala

Sabala (indisch „mächtig“) ist eine Nichtregierungsorganisation, gegründet 1986, mit Sitz im wasserarmen Bijapur im indischen Bundesstaat Karnataka. Sabala wurde von Frau Dr. Mallamma Yalwar mit dem Ziel gegründet, Frauen zu unterstützen und mit ihnen ein nachhaltiges Modell zu entwickeln damit die Frauen ihren Lebensunterhalt eigenständig verdienen können.

Die Organisation entwickelte sich zu einer starken Graswurzelbewegung, die von Menschen aus verschiedensten Teilen der Gesellschaft getragen wurde. Gemein war ihnen die Überzeugung, die Gleichstellung und Teilhabe von Frauen durchzusetzen und strukturelle Veränderungen in der indischen Gesellschaft zu bewirken.

Sabala arbeitet mit „Lambanis“, einem extrem armen und landlosen Nomadenstamm welcher bekannt ist unter anderem für handgefertigte Kleidung und Schmuck. Sabala unterstützt Witwen, sowie mittellose oder körperlich beeinträchtigte Frauen aus ca. 350 Haushalten durch die Förderung ihrer traditionellen Handwerkskunst. Gleichzeitig werden Beratungen in Gesundheitsfragen und Schulungen zu Themen wie Nachhaltiger Landwirtschaft und Wassermanagement bereitgestellt.

Die NGO ist Mitglied von „Fair Trade India“, dem Zusammenschluss indischer Akteure des Fairen Handels, und bei der WFTO (World Fair Trade Organisation), dem weltweiten Dachverband des Fairen Handels.
Drei Lambani Frauen in traditioneller Kleidung bei der Arbeit
Indische Kunsthandwerkerin bei der Korbherstellung

Wiederbelebung des traditionellen Handwerks

Sabala betreibt einen eigenen Workshop mit Weberei und bildet die Frauen in sämtlichen handwerklichen Fähigkeiten wie Sticken, Weben, Knüpfen und Nähen aus und weiter.

Diese Initiativen von Sabala haben zur Wiederbelebung des traditionellen Handwerks und zur Verringerung der Landflucht geführt. Die Frauen erhalten durch die Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten für den in- und ausländischen Markt finanzielle Selbständigkeit, bewahren ihre kulturelle Identität und sind in ihrer Gemeinschaft angesehen.

Sabala standardisiert für die Frauen den Produktionsprozess um Zeitvorgaben und Qualitätsstandards einzuhalten, berät in Designfragen und übernimmt das Marketing. So entstehen aus den traditionellen Kunsthandwerksarbeiten der Frauen handgemachte Produkte auch für den europäischen Geschmack.

Darüber hinaus legt die Organisation Wert auf Nachhaltigkeit und das Sortiment umfasst unter anderem auch Recycling- und Upcycling-Produkte, sowie Schals aus Bio-Baumwolle.
Zwei indische Kunsthandwerkerinnen bei einer Schulung von Sabala
Lächelnde indische Kunsthandwerkerin bei der Arbeit am Webstuhl

Die Geschichte von Razia Begaum

Razia Begaum wurde vor 18 Jahren von ihrem Mann verlassen. Mit ihrer zweijährigen Tochter und ihrem wenige Tage alten Sohn wusste sie nicht, wohin und zu wem sie gehen sollte. Sie erfuhr von Sabala und wurde mit ihren besonderen Fähigkeiten zu einem wichtigen Mitglied der Organisation. Inzwischen ist sie eine anerkannte Kunsthandwerkerin und leitet selbst Handwerkskurse für Frauen. So konnte sie ein Sparbuch für sich und ihre Kinder anlegen und eine Sozialversicherung abschließen. Ihre Geschichte ist eine von den vielen Erfolgen von Sabala und zeigt, wie sich die Organisation für die Verbesserung der Lebensbedingungen von sozial und ökonomisch benachteiligten Frauen einsetzt.

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