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Kenia: Smolart Self Help Group

Kenianischer Kunsthandwerker bearbeitet Speckstein mit einer Maschine

Kurzporträt

Handelspartner: Smolart Self Help Group (KE5)
Ort: Kisii, Kenia
Organisationsform: NGO
Anzahl Kleinstproduzierende: ca. 250
Letzter Besuch vor Ort durch WeltPartner: 2011
Faire Produkte: Specksteinartikel

Über Smolart Self Help Group

Smolart ist eine Gruppe kenianischer Künstler*innen im kleinen, ländlichen Dorf Tabaka in der Nähe der Stadt Kisii. Dort bearbeiten die Mitglieder der Gruppe den vor Ort verfügbaren Speckstein namens Kisii, der nach der Region benannt ist. Der Speckstein kommt in verschiedenen Variationen, Härtegraden und Farben vor. Das künstlerische Erbe wird von Generation zu Generation überliefert und entwickelt sich ständig weiter.  

Die ländliche Bevölkerung Kenias hat in vielen Fällen keinen Zugang zu herkömmlicher Beschäftigung, weshalb das Kunsthandwerk mit den vorhandenen Rohmaterialien eine wichtige Einkommensquelle ist.   In der Vergangenheit waren die Kleinproduzierenden von Zwischenhändlern abhängig. Das schmälerte den Gewinn und erhöhte den Preis für Kunden.

Daher haben sich die Menschen aus Tabaka, Kisii zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen und wurden Teil der WFTO.  Durch den fairen Handel ist ihnen der Direktverkauf ermöglicht worden. Faire Preise stellen die Versorgung der Familie, von der Ernährung, über Bildung und Gesundheit, sicher.
Kenianische Kunsthandwerkerin gestaltet das Specksteinmuster mit einem Metallwerkzeug
Zwei lächelnde kenianische Kunsthandwerkerinnen bearbeiten den Speckstein mit Wasser und Schleifpapier

Echte Handarbeit und Teamwork

Die Ideen für die funktionalen und dekorativen Gegenstände sind von verschiedenen Quellen inspiriert. Zum einen sind es die Geschichten, die den Künstler*innen als Kindern erzählt wurden, während ihre Eltern die Stücke aus Speckstein fertigten. Zum anderen ist es die Welt, die sie umgibt. Der afrikanische Kontinent ist im Wandel. Es gibt unendlich viele verschiedene kulturelle Einflüsse, Traditionen verändern sich, verblassen und erweitern sich. Diese Dynamik verschmilzt mit der aktuellen Künstlergeneration. Viele der Arbeiten sind Ausdruck dieser turbulenten Welt.

Die Produktion erfolgt in Handarbeit, einschließlich des Abbaus der Rohsteine im Steinbruch. Bearbeitet wird der Speckstein mit einfachen Werkzeugen, wobei die Männer fürs Schnitzen zuständig sind und die Frauen für die Fertigstellung, das Bemalen und die Qualitätsprüfung. Jeder Gegenstand ist so einzigartig wie der Stein, aus dem er gefertigt wird. Die Maserung, Struktur, Härte und Farbe unterscheiden sich in jeder Arbeit.
Kenianischer Kunsthandwerker hält lächelnd sein Werkzeug und den Speckstein hoch
Drei Kenianische Kunsthandwerkerinnen bearbeiten den Speckstein mit Wasser und Schleifpapier

Krankenversicherung, Kindergarten, Bibliothek u.v.m.

Mit dem Zusammenschluss zu einer Selbsthilfegruppe konnte das Leben der Mitglieder verbessert werden. Durch die Optimierung von Verarbeitungsprozessen, Qualitätsmanagement, Verpackung, Transport usw. wurde aus der langen Tradition eine profitable Berufung.

Dank der erfolgreichen nationalen und internationalen Vermarktung können die gemeinschaftlich durchgeführten Projekte gefördert werden. Dazu zählt zum einen die Krankenversicherung der Arbeiter und Stipendien für Schüler, die sich die Ausbildung nicht leisten können. Zum anderen wurden ein Kindergarten eröffnet, sowie ein Zentrum, das der Gemeinde eine Bibliothek mit Computern zur Verfügung stellt. Des Weiteren wurden Maßnahmen zum Schutz der Wasserquellen im Dorf unternommen, die allen Bewohnern zugutekommen.
Kenianische Kunsthandwerkerin poliert lächelnd den Speckstein
Vier kenianische Kunsthandwerker halten lächelnd Figuren aus Speckstein

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