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Indien: TPI (IN1)

Zwwi indische Kleinbäuerinnen beim Teepflücken

Kurzporträt

Handelspartner: TPI (IN1)
Ort: Kolkata, Indien
Organisationsform: Sozialunternehmen
Anzahl Kleinbauern: ca. 5000
Faire Produkte: Bio-Tee

Über TPI & Sanjukta Vikas

Seit über 20 Jahren arbeitet WeltPartner eng mit Tea Promoters India (TPI), einem international geschätzten Pionier im Anbau von Bio-Tees, zusammen.
Als sich Ende der 1990er-Jahre in Darjeeling erstmals Kleinbauern und ehemalige Arbeiterfamilien einer verlassenen Teeplantage zur Sanjukta Vikas Kleinbauernkooperative zusammengeschlossen hatten, waren wir die Ersten, die Kleinbauerntee aus Darjeeling – zunächst noch in Bio-Umstellung – nach Deutschland importierten. Mit TPI finden weit über 400 Familien der Sanjukta Vikas Kooperative bis heute einen verlässlichen Partner, der die frisch geernteten Teeblätter der Kooperativenmitglieder fachkundig verarbeitet und separat erfasst, kontinuierliche Schulungs- und Beratungsangebote (z.B. zum Bio-Anbau und Teequalität) bietet und sich um die Vermarktung des Kleinbauerntees kümmert. Mit Hilfe des Fairen Handels mit WeltPartner und anderen Abnehmern des hochwertigen Bio-Tees konnten die Kleinbauern ihre Lebensverhältnisse in den vormals schlecht erschlossenen Berghängen deutlich verbessern. Der Aufbau eigener Schulen, Trinkwasser- und Stromversorgung konnten zusammen mit vielen weitere Vorhaben in den vergangenen Jahren realisiert werden. Die hochwertigen Tees der Sanjukta Vikas Kooperative erfreuen sich mit ihrer besten Bio-Qualität bei unseren Kunden und Teeliebhabern großer Beliebtheit.
Indischer Kleinbauer hält lächelnd seine Hand in einen Kaffeestrauch
Ökologisch bewirtschaftete Fläche in Wayanad

Sanjukta Vikas - von einer Britischen Plantage zur Kleinbauern-Kooperative

Die Kooperative Sanjukta Vikas ist eine echte Erfolgsgeschichte: Aus der ehemaligen britischen Tee-Plantage Mineral Springs Tea Garden wurde eine florierende und selbstverwaltete Kleinbauernkooperative. Nach der Indischen Unabhängigkeit im Jahr 1947 wurde die Plantage im Jahr 1955 endgültig geschlossen. Die Teebüsche und Anbauflächen wurden aber schon Jahre davor nicht mehr bewirtschaftet und gepflegt und befanden sich dementsprechend in einem schlechten Zustand. Die Familien, die auf der Plantage gelebt und gearbeitet hatten, wendeten sich vom Teeanbau ab und begannen mit Vieh- und Milchwirtschaft ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebensverhältnisse kam mit dem Zusammenschluss zu einer Kooperative zur Vermarktung der landwirtschafltichen Erzeugnisse. Dadurch konnten sie die Abhängigkeit von lokalen Zwischenhändlern durchbrechen und ihr Einkommen nachhaltig verbessern.

Den entscheidenden Schritt machte die Kooperative dann gemeinsam mit dem indischen Bio-Pionier TPI in den 1990er-Jahren. Zusammen wurden die Tee-Anbauflächen reaktiviert und der ökologische Anbau forciert. Mit Hilfe der Expertise und den vielfältigen Schulungen von TPI verbesserte sich die Qualität der Pflanzen in kurzer Zeit. In traditionellen terassierten Gärten, umgeben von Bergwald und angebaut in symbiotischen Mischkulturen, wächst nun ein hervorragender Tee, der auf ganzer Linie überzeugt. Wir sind stolz darauf als erster Importeur den Tee von Sanjukta Vikas nach Europa gebracht zu haben und damit diese Entwcklung unterstützen zu können.

Auch im Community Development wurden Erfolge erzielt: Eine Grundschule, eine kleine medizinische Grundversorgung, der Anschluss an das öffentliche Stromnetz sowie eigene Läden führten zu einer stetigen Verbesserungen der Lebensbedingungen in den vielen kleinen Dörfern der Tee-Kleinbauernfamilien. Die Entwicklung von Sanjukta Vikas blieb in der Region nicht unbemerkt und so konnte TPI weitere Initativen von Kleinbauernfamilien etablieren und vorantreiben. Eine große Chance auf eine bessere Zukunft!

Indischer Kleinbauer hält lächelnd seine Hand in einen Kaffeestrauch
Ökologisch bewirtschaftete Fläche in Wayanad

Tee-Anbau in der Klimakrise

Die Klimakrise stellt die teeanbauenden Kooperativen von TPI vor große Herausforderungen. Tee ist von Regen abhängig. Schwankungen im Niederschlag und der Temperatur wirken sich unmittelbar auf die Teeproduktion aus. Sowohl Niederschlag als auch Temperaturen schwanken in Indien jedoch in den letzten Jahren extrem.

TPI hat daher folgende Themenfelder als Hebel identifiziert und forciert deren Umsetzung in den Kooperativen:
  • Aufbau von Agroforstsytemen
    Agroforstsysteme bieten viele Vorteile: Verhinderung von Bodenerosion, Verbesserung der Bodenqualität und der Wasserrückhaltefähigkeit des Bodens sowie CO2-Bindung und Diversifizierung der Einkommen.
  • Ausbau von erneuerbaren Energien
    Insbesondere Solaranlagen sollen für die benötigte Energie der Kooperativen sorgen.
  • Aktives Wassermanagement
    Die Flüsse, die traditionellerweise für die Bewässerung der Teegärten zuständig waren, führen im Sommer nur noch unregelmäßig Wasser. Ein aktives Wassermanagement ist daher dringend erforderlich.

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