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Palästina-Reisebericht: zu Besuch bei Canaan Fair Trade

Olivenernte mit Kleinbauernfamilien, Besuch bei Canaan mit Führung durch die Produktionsstätten, Hand anlegen bei der Maftoul-Herstellung und gemeinsames Feiern beim jährlichen Olivenfest: Wir sind begeistert von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit, aber auch von der Professionalität und Visionskraft der Menschen, die wir bei unserer Projektreise getroffen haben. Wir, das sind Gaby vom Innendienst, Andrea aus dem Marketing, Inforeferent Michael, Tonino vom Wareneingang, Pierre aus der Logistik und Einkäuferin Lena.

Durch den Verkauf der wertvollen Bio-Produkte zu fairen Preisen finden immer mehr Kleinbauern in Palästina eine Zukunft in der ökologischen Landwirtschaft. Das zeigt: Der Faire Handel ist ein wichtiger Faktor für eine solidarische und nachhaltige Wirtschaftsweise. Doch diese positive Entwicklung wird zunehmend von Wetterextremen wie Dürreperioden bedroht. 

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Endlich bei Canaan Fair Trade in Jenin angekommen: unsere WeltPartner-Reisegruppe trifft Fida Abdallah (1. von links), Marketing-Leiterin bei Canaan und Karmel Abufarha (3. von links), Marketingreferent und Sohn des Canaan-Gründers, Dr. Nasser Abufarha.
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Home of the Olives: Der Firmensitz von Canaan in Jenin, Palästina. Hier arbeiten, wie bei WeltPartner, rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und natürlich finden sich Olivenbäume hier überall auf dem Firmengelände!
Eine der insgesamt 32 Pressen befindet sich im Firmengebäude von Canaan. Für höchstmögliche Qualität müssen die Oliven innerhalb von 24 Stunden verarbeitet werden. Doch wie funktioniert eigentlich eine Olivenpresse? Wir haben die einzelnen Schritte gefilmt.
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Unsere Einkäuferin Lena lässt sich die Qualitätskontrolle von einem Canaan-Mitarbeiter erklären. Der Säuregehalt darf bei extra nativem Olivenöl, wie wir es von Canaan beziehen, maximal 0,8 Gramm pro 100 Gramm betragen.

Mitmachen bei der Olivenernte

Nachdem wir so viel über den Herstellungsprozess des Olivenöls erfahren hatten, wollten wir auch bei der Ernte mit dabei sein. Diese war gerade in vollem Gang und wir konnten bei den Kleinbauern Rami Moustafa und Ahlan Yousef, die ihre Oliven über Canaan Fair Trade vermarkten, für einige Stunden mitarbeiten.

Insgesamt 500 Olivenbäume besitzen die beiden und wir bekamen eine vage Vorstellung davon, was es heißt, unter sengender Hitze einige hunderte Kilo Oliven zu ernten. Ungefähr sieben Jahre benötigt ein Olivenbaum, bevor er zum ersten Mal Früchte trägt. Die ältesten Bäume sind weit über 1.000 Jahre alt; aus ihren Oliven entsteht eine ganz besondere Spezialität: das Rumi-Öl von Canaan. 

Da Rami und Ahlan keine Bewässerungsanlagen besitzen, sind sie gänzlich vom Regen abhängig. Wie heikel das ist, zeigt sich in diesem Jahr. Durch die geringen Niederschlagsmengen enthalten die Oliven der aktuellen Ernte weniger Öl als in den Vorjahren. Canaan Fair Trade hat auf die sinkenden Erntemengen reagiert und den Einkaufspreis pro Liter Olivenöl bereits angehoben. Dadurch wird der Verlust für die Kleinbauern abgemildert – auch das ist ein wichtiger Aspekt des Fairen Handels.

Rumi-Öl und weitere Bio-Olivenöle von Canaan Fair Trade entdecken

Maftoul-Herstellung in Dair Ballout

Übung macht die Meisterin: Unsere Marketingreferentin Andrea lernt, worauf es bei der Maftoul-Herstellung ankommt - und erntet Beifall von den anwesenden Kooperativenmitgliedern. Maftoul wird aufwändig in Handarbeit gerollt und an der Sonne getrocknet.
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Das Ergebnis: leckerer Maftoul, als Beilage oder als Bestandteil orientalischer oder mediterraner Gerichte. Maftoul ist der traditionelle Name für den palästinensischen "Couscous". Hierbei handelt es sich um Bulgur, ummantelt mit Vollkornmehl.

Stimmt auch alles, was wir im WeltPartner Lebensmittelkatalog über Maftoul schreiben? Na klar! Was aber auch wichtig ist: Die Mitglieder der Frauenkooperative in Dair Ballout sind stolz darauf, dass ihre Produkte in Deutschland so gut ankommen.

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Der Abschied fällt schwer: Zwei Tage und Nächte haben wir bei den Mitgliedern der Kooperative verbracht. Unter anderem wurden wir von Ibtissam (4. von re) beherbergt. Gemeinsam mit Fida hat sie Canaan bei der dwp-Produzententour 2017 vertreten. Mehr dazu ...

Frühstück bei Canaan: Holzofenbrot, Olivenöl & Za'atar

Für den morgendlichen Energieschub hat sich Canaan Fair Trade etwas ganz besonderes für seine Mitarbeiter*innen einfallen lassen: Wer zwischen 7 und 8 Uhr zur Arbeit kommt, den erwarten die verschiedensten frisch gebackenen Holzofenfladen, zum Beispiel beträufelt mit eigenem Olivenöl und der köstlichen Gewürzmischung Za'atar. Diese besteht aus geröstetem Sesam, wildem Thymian, Sumach, Olivenöl und Meersalz. Bei so viel Wertschätzung nutzten wir die Gelegenheit, um unsere mitgebrachten Gastgeschenke zu überreichen und DANKE zu sagen!

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Olivenerntefest

Einmal im Jahr veranstaltet Canaan Fair Trade das "Harvest Festival", um sich bei den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern für die Arbeit zu bedanken. Glück für uns: Das Erntefest fiel auf den letzten Tag unseres Palästina-Besuches, und so konnten wir das Fest mit über 1.000 geladenen Gästen miterleben und genießen.
Zwei, die sich verstehen: Inforeferent Michael Lindlbauer und Karmel Abufarha. Die beiden sind auf einer Wellenlänge und diskutierten stundenlang. Ihr gemeinsames Thema: Wie können wir erreichen, dass grüne Ideen und ökologische Produkte in der Mitte der Gesellschaft ankommen?
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Für die Verpflegung war rundum gesorgt. Es gab nicht nur Maftoul, sondern die verschiedensten Spezialitäten. Die Frauen aus Dair Ballout bereiteten aus 200 Kilogramm (!) Teig knusprig-köstliche Fladen, auf offener Flamme und natürlich in reichlich Olivenöl ausgebacken und mit Za'atar bestreut. Einfach nur lecker!
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Nach dem Essen: Tanzen! Auf dem Bild in der Mitte Canaan-Gründer Dr. Nasser Abufarha. Seine Vision mit Canaan Fair Trade: Eine nachhaltige Zukunft für die Menschen und die ökologische Landwirtschaft in Palästina. Dafür setzen wir uns weiterhin ein - hoffentlich auch mit Ihrer Unterstützung!


Hier weitere Köstlichkeiten von Canaan Fair Trade entdecken


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