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Faire Handelsverträge für Ostafrika: Setzen Sie sich mit uns und unseren Partnern dafür ein!

"Fluchtursachen bekämpfen: Faire Handelsverträge für Ostafrika" - so heißt eine Petition der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschland (KAB) und des Catholic Worker Movement (CWM), die wir von Beginn an als Kooperationspartner unterstützen. Nun konnten wir auch unseren Partner, die Milchwerke Berchtesgadener Land, dafür gewinnen. Sind Sie dabei? Mehr als 64.600 engagierte Bürgerinnen und Bürger haben bereits auf change.org unterschrieben! Und von Minute zu Minute werden es mehr. Jetzt gemeinsam mit uns engagieren: ZUR PETITION und direkt aktiv werden.

Ich bin schockiert, dass die EU weiterhin versucht, afrikanische Länder auszubeuten. Das geplante Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ermöglicht es Europa, für den EU-Binnenmarkt subventionierte landwirtschaftliche Produkte zu Dumpingpreisen nach Ostafrika zu exportieren.

Peter Niedergesäß, Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung und Initiator der Petition
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Faire Preise sichern regionale Erzeugerstrukturen! Neben fairen Milchpreisen für unsere Landwirte ... engagieren wir uns deshalb seit inzwischen 8 Jahren aktiv für den Einsatz von Bio&Fair Zutaten weltweit in unserem Sortiment ... Deshalb haben wir die von unserem Partner, dwp – die Weltpartner, unterstützte Petition unterzeichnet.

Bernhard Pointner, Geschäftsführer Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG
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Faire Handelsverträge für Ostafrika - die Hintergründe

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung sammelt Unterschriften für eine Petition an EU-Kommissarin Malmström

Mit der Petition versuchen die Initiatoren, das Wirtschaftspartnerabkommen zwischen der EU und den Ostafrikanischen Staaten zu stoppen. Denn: Sie sind überzeugt, durch solch ein Abkommen würde sich die wirtschaftliche Situation vieler Menschen in diesen Ländern dramatisch verschlechtern. 

Was bedeutet eine "Wirtschaftspartnerschaft?"
2017 hat die EU-Kommission begonnen, mit den Ländern Ostafrikas über ein regionales Abkommen zur Wirtschaftspartnerschaft (das so genannte EPA) zu verhandeln. Wird dieses Abkommen unterzeichnet und tritt in Kraft, müssen die Länder der Ostafrikanischen Gemeinschaft ihre Märkte schrittweise für europäische Produkte öffnen. 

Zum Hintergrund: Durch die gemeinsame Agrarpolitik der EU sind viele Landwirtschaftsprodukte aus EU-Mitgliedsstaaten subventioniert. Diese günstigen Produkte würden lokale und regionale Märkte in Ostafrika destabilisieren. Die Existenz der Bauern Ostafrikas ist damit gefährdet. Beispiele für eine solche Entwicklung gibt es bereits in zwei Ländern Westafrikas: Mit subventioniertem Milchpulver aus Europa wird in Kamerun Joghurt kostengünstiger hergestellt als dies mit einheimischer Milch geschieht. Und Hähnchenteile aus der EU werden zu Dumpingpreisen nach Ghana exportiert. Beides Beispiele für Billigkonkurrenz aus dem Norden, der die lokale Landwirtschaft zerstört.

Auszüge aus dem Brief an Cicilia Malström
"Sehr geehrte Frau Malmström, stoppen Sie das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft. [...] Sie sollten sicherstellen, dass die Bauern in Ostafrika nicht ihrer Existenz beraubt, dass die Nahrungssicherheit und Souveränität der Menschen dort gewährleistet wird und dass sowohl staatlicherseits als auch seitens der in Ostafrika agierenden Unternehmen die in den UNO-Konventionen verbrieften Menschenrechte eingehalten werden."

Fairer Handel als Alternative
Ugandas Präsident Museveni möchte im Namen der Ostafrikanischen Gemeinschaft nun einen anderen Weg einschlagen und mit den Mitgliedern der EU über Faire Handelsbeziehungen sprechen. Diözesansekretär Peter Niedergesäß: "Für eine wirkliche Perspektive brauchen die Menschen einen fairen Handel - sonst rauben wir ihnen die Existenz - und sie werden übermorgen an unseren Grenzen in Europa stehen.

Mitmachen, aktiv werden, gemeinsam etwas bewegen
Wie lange die Petition auf change.org noch läuft, ist offen, zunächst sollte sie bis Jahresende weitergehen, doch nun könnte der große Erfolg für eine schneller Übergabe der Petition sorgen. Initiator Niedergesäß plant, sie direkt in Brüssel an Cecilia Malmström, Eu-Kommissarin für Handel, und Entwicklungsminister Gerd Müller zu übergeben. 

Werden auch Sie aktiv: JETZT ONLINE DIE PETITION UNTERSTÜTZEN!

64.000 Unterzeichner innerhalb von wenigen Tagen - das ist ein Ergebnis, mit dem auch der Initiator, KAB-Diözesansekretär Peter Niedergesäß, so sicher nicht gerechnet hätte.

Werden Sie aktiv: Jetzt die Petition unterschreiben!
Der KAB Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart e.V. schreibt: "Wir engagieren uns für einen Handel auf Augenhöhe, der den afrikanischen Staaten eine Chance zur Entwicklung ermöglicht und nicht weiterhin Flucht verursacht." Weitere Infos dazu finden Sie auch auf der Website: www.kab-drs.de.

Weitere Infos und Materialien zum Herunterladen


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