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453.780€ für unser Agroforstprojekt in Burundi!

Gute Nachrichten: Auf der BW-Burundi-Konferenz in Stuttgart durfte unser Vorstand Thomas Hoyer stellvertretend für die Projektpartner*innen (die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, die Universität Bujumbura und den Kaffeekooperativenverband COCOCA) einen weiteren Förderbescheid für unser Agroforst-Projekt in Burundi entgegen nehmen. 453.780 € fließen in die nächste Runde des Projektes. Was genau die Fortführung des Projektes bewirken soll und wie sich das positiv auf die Kleinbauernfamilien in Burundi auswirkt, berichten wir hier.

Scheckübergabe für das Agroforstprojekt der Landesregierung Baden-Württemberg
v.l.n.r. Catherine Kern (Grüne), Philipp Keil (SEZ), Thomas Hoyer und Dr. Albrecht Schütte (CDU)
Thomas Hoyer, Vorstand der WeltPartner Genossenschaft, nimmt den Scheck entgegen

Was passiert mit dem Geld?

Die Förderung unseres seit 2019 erfolgreichen Pilot-Projektes zum Aufbau von Mikro-Agroforstsystemen im Kaffeeanbau und der Umstellung auf ökologischen Landbau in Burundi endet mit diesem Jahr. Umso mehr freut es uns, dass wir nun einen Förderbescheid für die nächsten zwei Jahre in den Händen halten. Denn wir haben Einiges vor:
  • Wir möchten die bisherige Zusammenarbeit ausbauen, optimieren und auf wissenschaftlich fundierte Beine stellen.
  • Das heißt konkret: Bereits bestehende Agroforstsyteme bei 18 Genossenschaften von COCOCA sollen verbessert werden, indem Bananen, Obstbäume und Schattenbäume gepflanzt werden, die zur Ernährungssicherung beitragen, die Bodenfruchtbarkeit erhöhen und die Bodenerosion verringern.
  • Workshops sollen das nötige Know-How für eine dauerhaften Erhöhung der Erträge durch die Pflege der Agroforstsysteme, Kaffeesträucher und Anlage von Selbstversorgerkulturen vermitteln. Ertragseinbußen von Schädlingen und Krankheiten sollen dadurch vermindert werden.
  • Farmers Field Schools und Demonstration Farms sollen gegründet werden. Über diese Multiplipaktoren und die positiven Erfahrungen der Kleinbauernfamilien erhoffen wir uns eine weitere Verbreitung der Idee.
  • Mittelfristig soll das Projekt auf 36 Kooperativen von COCOCA ausgeweitet werden.
  • Außerdem sollen verschiedene wissenschaftliche Studien durchgeführt werden. Unter anderem zu folgenden Themen:
    • Living Income: Wie wirkt sich das Projekt auf das Einkommen der Kleinbauernfamilien aus?
    • CO²-Bindungspotential von Agroforstsystemen: Wie viel Kohlenstoff kann in Agroforstsystemen gebunden werden?
    • Diversifizierung der Einkommen: Welche andere "Cash Crops" eigenen sich hierfür neben dem Kaffee?
    • Natürliche pflanzliche Bekämpfung der Antestia-Wanze: Wie kommt die "Kaffee-Wanze" in Agroforstsystemen vor und wie können die Kaffeesträucher am besten geschützt werden? 
    • Bio-Insektizid aus Neem: Wie oft und wie viel des selbst-hergestellten Bio-Insektizid bringt die besten Ergebnisse?
Scheckübergabe für das Agroforstprojekt der Landesregierung Baden-Württemberg
Thomas Hoyer, Vorstand der WeltPartner Genossenschaft, nimmt den Scheck entgegen

Der Partnerschaftskaffee aus Burundi

Seit Mitte der 1980er Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg. 2013 entstand die Idee eines Partnerschaftskaffees, der die Landespartnerschaft sinnlich erfahrbar machen und in den Alltag der Baden-Württemberger*innen transportieren sollte. Nach der erfolgreichen Bio-Umstellung und dem Pilotprojekt zum Aufbau von ersten Agroforstsystemen schauen wir auf erfolgreiche Milestones zurück und freuen uns nun mit der erneuten Förderung weiter an einer nachhaltigen Perspektive für über 11.000 Menschen in Burundi arbeiten zu können.

Hintergrundinformationen zu unserer Partnerschaft mit COCOCA:

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Unsere Zertifikate & Mitgliedschaften: